Neuseeländerspinat

  • Tetragonia tetragonioides – Eiskraut­gewächse
  • Aussaat bei Vorkultur: Ende März/Anfang April
  • Direktsaat ab Mitte bis Ende April
  • lange Keimdauer
  • idealer Sommerspinat
  • laufend beerntbar
  • Selbstbefruchtung
  • Samen 4-5 Jahre keimfähig Ertrag: 0,5-1 kg/m2

Der Neuseeländerspinat wächst auch bei Hitze im Sommer, wenn gerade kein Gartenspinat geerntet werden kann. 2-3 Pflanzen decken den Spinatbe­ darf einer ganzen Familie – eine Pflanze ergibt mindestens 1 kg frischen Spinat. Die Pflanzen sind in ihrer Heimat ausdauernd, bei uns werden sie einjährig kultiviert. Sie verzweigen sich reichlich und wachsen niederliegend oder aufrecht mit bis zu 1 m hohen Sprossen.

Anbau

Neuseeländerspinat kann direkt ins Freiland gesät oder vorgezogen werden. Direktsaat ab Mitte/Ende April, die Keimdauer beträgt 3-4 Wochen, die Säm­ linge erscheinen somit erst nach den Eisheiligen. Eine Vliesabdeckung beschleunigt Keimung und Wachs­ tum. In Regionen mit Spätfrostgefahr nach Mitte Mai entsprechend später aussäen oder vorkultivieren. Die Pflanzen wachsen in den ersten Wochen sehr langsam, breiten sich aber später mächtig aus. Neuseeländer­spinat kann sich in warmen Regionen auch selbst aus­ säen. Die Pflanzen gedeihen im Halbschatten.

Jungpflanzenanzucht und Auspflanzen

Neuseeländerspinat kann ab Ende März/Anfang April in Töpfe gesät und vorgetrieben werden. Das Saatgut 24 Stunden vorquellen. Anschließend bei 24-28 °C warm stellen und gut feucht halten. Entspitzen wäh­ rend der Anzucht fördert die Triebentwicklung. Aus­ pflanzen der gut entwickelten (und abgehärteten) Pflanzen ab Mitte Mai. Pflanzabstand 40 x 40-60 cm.

Temperaturansprüche

Die Pflanzen sind frostempfindlich und gedeihen am besten auf wärmeren Standorten. Bei kühler Witterung stellen sie das Wachstum fast ein.

Düngung und Wasserbedarf

Der Neuseeländerspinat ist ein Schwachzehrer. Wenn die Pflanzen häufig beerntet werden sollen, fördert eine Gabe Brennnesseljauche jeweils nach dem Schnitt den neuen Durchtrieb. Als ehemalige Küstenpflanze ist Neuseeländerspinat dankbar für eine hohe Luft­ feuchtigkeit, daher gedeiht er in Gewächshäusern und in Regionen mit feuchter Luft besonders gut. Wenn regelmäßig geerntet werden soll, braucht er eine gute Wasserversorgung.

Pflege

Aufgrund der langsamen Jugendentwicklung in den ersten 5-7 Wochen regelmäßig hacken und von Unkräutern frei halten. Die Pflanzen müssen regel­ mäßig (alle 1-2 Wochen) beerntet werden, damit neue Triebe mit zarten Blättern nachwachsen: die Triebspitzen mit 3-5 Blättern abschneiden.

Fruchtfolge und Mischkultur

Wegen seiner langsamen Jugendentwicklung kann der Platz zwischen den Reihen gut mit dem Pflanzen von Salat, Radieschen oder auch gewöhnlichem Spinat oder einer raschwüchsigen Gründüngung ausgenutzt werden.

Pflanzengesundheit

Vereinzelt treten Blattläuse auf, die das Gurkenmosaikvirus übertragen können.

Ernte und Lagerung

Wenn wenig geschnitten wird, werden Blätter und Triebe hart. Erste Ernten bei vorgezogenen Pflanzen Ende Juni, sonst Mitte Juli. Fortlaufende Ernte bis zum ersten Frost. Wenn die Pflanzen im Eierbst mit einem Vlies geschützt werden, können sie bis weit in den Oktober hinein beerntet werden. Die jungen Blätter schmecken auch sehr gut, wenn sie, frisch in feine Streifen geschnitten, in einen Salat gemischt werden.

Neuseeländerspinat als Balkongemüse

Neuseeländerspinat lässt sich problemlos als Kübel­pflanze kultivieren.

Sorten

In Europa sind kaum Sorten bekannt. Eine Ausnahme ist die Sorte .Roter’ (Eigenname) mit roten Stängeln und Blättern mit rotem Rand.